Wie es dazu kam, dass ich so FETT wurde und wie ich da wieder raus kam.

Ich war schon immer ein sportlicher Junge. Es gab kaum eine Sportart, die mich nicht interessierte. Zu der Zeit waren es die Sportarten Fußball und Tennis. Fußball habe ich rauf bis zur Landesliga gespielt. Tennis, bis dato knapp 16 Jahren. Auch da habe ich schon als Trainer mit Menschen gearbeitet und ihr Potential erkannt. Aber ebenso hatte ich auch immer schon eine Affinität zu Süßem und Junkfood.

2007 fing es dann an, dass mir Leben und Essgewohnheiten aus den Händen glitten. Das Ende einer dreieinhalbjährigen Beziehung und eine kurze Arbeitslosigkeit waren wohl die letzten Auslöser, die es brauchte, um mich mit verheerenden Essgewohnheiten immer weiter in mein Tief hinein zu futtern.

Dieses Tief füllte ich letztendlich mit 166 Kilo. Bei einer Körpergröße von 1,83 m. Meine Energie und Lebenslust bewegten sich dabei im unterem Drittel und ich machte trotzdem munter immer weiter. Nur die Süßigkeiten, der Zucker gaben mir ab und zu ein Hochgefühl.

Als mir meine besorgte Familie immer wieder riet, ich solle doch zum Arzt gehen, da meine Körperfülle gesundheitliche Probleme mit sich bringen würde, wenn ich so weiter machte, war mir klar: „Ich muss etwas tun!“

Folgen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzerkrankungen schoben sich endlich in mein Bewusstsein. Kleidungsstücke gab es auch nur noch in einem Geschäft, in sehr begrenzter Auswahl für mich. Mir wurde klar: „So findest du nie wieder eine Freundin. Und wie lange kann und will ich mit diesem Gewicht leben….?”

Ich ging zum Arzt. Dieser wollte mir zuallererst eine Trinkkur anbieten, die ca. 300 € monatlich kosten sollte. Das wollte ich nicht zahlen und es hätte ja auch nichts an meinem Grundproblem geändert.

Ich musste mich ja ändern, was sollte mir da eine teure Trinkkur helfen?! Aber ich war wachgerüttelt. Ich begann mit Walking auf kleinen Distanzen. Erst drei Kilometer, dann fünf, sechs und so weiter. Bis die ersten Pfunde anfingen zu fallen. Dies hat dem Kopf die ersten positiven Erfolge signalisiert. Natürlich habe ich zusätzlich meine Ernährung umgestellt. Keinen Kasten Cola in der Woche mehr, kein Fastfood. Fortan standen Müsli, Vollkornbrot, Gemüse, Salat und Obst auf meinem Ernährungsplan.

Auf diesem Wege kamen die Ergebnisse und Erfolge fast von allein. Aus der heutigen Sicht, kann ich nur sagen:

FANG AN! - MACH DEN ERSTEN SCHRITT

Es ist sehr motivierend, wenn es Menschen gibt, die dich auf deinem neuen Weg unterstützen wollen. Für mich waren dies, neben meiner Familie, meine Laufpartner Harald und Willi von der LG Theater Essen. Mit immer noch 130 Kilo habe ich angefangen mit den beiden regelmäßig zu trainieren. Ich danke den beiden sehr, dass sie mich unter ihre Fittiche genommen haben. Sie haben mich im Laufsport unglaublich unterstützt. Ohne Unterstützung wäre ich sicherlich das eine oder andere Mal eingeknickt.

Dabei hatte ich mir im Frühjahr 2010 das Ziel gesetzt; den ersten Halbmarathon zu laufen. Im September des gleichen Jahres habe ich dies in Schermbeck, mit einer Zeit von 1:42:08 auch erreicht. Und da hatte ich immer noch 116 Kilo auf den Rippen. Ich setzte mir weitere Ziele; meinen ersten Marathon lief ich im Mai 2011 in Düsseldorf (3:54:57). Den zweiten Marathon am Baldeneysee in Essen bin ich im Oktober 2012 schon mit einer Zeit von 3:08:53 gelaufen. Und so geht es seither weiter. Nicht nur steil nach oben, natürlich gab es auch Rückschläge. Davon vielleicht an anderer Stelle mehr.

Läufe, wie der Venloop Halbmarathon in Venlo geben mir eine gehörige Portion Kraft mit diesem Sport weiterzumachen. Die Atmosphäre dort ist einzigartig, die Holländer haben es einfach drauf!

Mittlerweile ist noch eine andere Dimension zum Sport dazugekommen. Seit 2014 bestreite ich die Wettkämpfe für den caritativen Lauf- und Spendensammelverein Running4Charity e.V., weil ich damit anderen Menschen durch den Laufsport helfen kann. Das macht noch mehr Spaß und tut auch mir gut.

Heute liegt mein Gewicht nach einer zusätzlichen Stoffwechseloptimierung aktuell bei 78-82 Kilo. Neben den sportlichen Zielen, habe ich mir nun ein weiteres Ziel gesetzt.

Daher habe ich meine Abnehmgeschichte 2015 auf dieser Webseite veröffentlicht. Im September 2018 kam der Lauf-Instruktor Trainerschein beim Leichtathletik-Verband Nordrhein e.V. dazu.

2019 habe ich weitere Fortbildungen im Bereich Sport und Ernährung,  KraftFitness X-Press und HIITraining beim Landessportbund Nordrhein-Westfalen absolviert.

2020 absolvierte ich eine Fortbildung im Bereich Bodyweight Training. Dadurch kann ich meine Kunden auch ohne Geräte, nur mit dem ihrem eigenen Köpergewicht beim Laufen in der freien Natur oder auch zu Hause mit gezielten Übungen unterstützen.

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Mein Ziel ist es bis 2030, mehr als 10.000 Menschen mit meiner Geschichte zu inspirieren und zu motivieren, dass sie mit mir als Trainer in ein neues Lebensgefühl gehen.